Arminia Bielefeld hat zu seinem 120-jährigen Jubiläum den „Fan-Kurier“ herausgegeben (jetzt im Fanshop). Es ist ein Magazin über die Fanszene des Clubs. Dass ich mehr als sieben Jahre nach meiner Tätigkeit als Pressesprecher des DSC an diesem Projekt mitarbeiten durfte, war besonders und hat viel Spaß gemacht.

Viele der guten Dinge, die in meinen 38 Lebensjahren passiert sind, stehen mit Arminia in Verbindung: Eine Arminia-Dauerkarte von meinem Vater bewahrte mich in den Neunzigern davor, Bayern-Fan zu bleiben. Das ehrwürdige Arminia-„Blog5“ schenkte mir als Industriekaufmann einen Kreativraum, um abseits der Zahlen über Fußball zu schreiben. Nach meinem Studium in Bielefeld wurde ich Pressesprecher beim DSC. Und jetzt dieses Fanzine. Denn heute lebe ich als selbstständiger Kommunikationsberater in Hamburg und habe die Einblicke in die Arminia-Seele neu genossen. Für mich bleibt Arminia am stärksten, wenn unser Club von innen wächst, keine Schlösser baut, sondern weiß, wer er ist. Und wer er ist, darüber kann man in diesem Buch eine Menge erfahren.
Meine Autorenzeile im „Fan-Kurier“
Im Frühjahr 2018 sprach mich Peter Leveringhaus an, ob man nicht ein Buch über die Vielfalt der Fanszene aufsetzen müsste und schilderte mir seine Idee. Zu diesem Zeitpunkt war mir schon bewusst, dass ich Arminia verlassen werde und Abstand brauche. Aber ich platzierte das Vorhaben in der Fanbetreuung bei Thomas Brinkmeier und Christian Venghaus. Peter, Thomas und Christian haben die Idee nie aus den Augen verloren und als 2024 das Magazin neu erwachte, stand ich bereit.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es ist ein facettenreiches Bild der Menschen, die zu Arminia gehen und damit auch ein starkes Bild über den Club an sich. Sechs Texte durfte ich beisteuern, die Gespräche habe ich online oder vor Ort geführt. Ich bedanke mich bei Andreas Kramer, Jörg „Jockel“ Hansmeier, Hans-Hermann Soll, Ricarda Auf der Heyde, Frank Berenfeld und Lee Owen für ihr Vertrauen.
Ähnlich einprägsam wie die tollen Gespräche waren für mich auch die Orte, an denen ich sie verschriftlicht habe: Auf engem Raum in Tokyo, im heißen Zug von Melbourne nach Sydney, in einer Hippie-Kommune von Mullumbimby (New South Wales), im Hostel in Christchurch oder Paihia (Neuseeland) oder in einem B&B in Stirling (Schottland).









Arminia war während meiner langen Reise im Winter-Sabbatical #immerdabei. Aber auch ohne Sonnenschein im Rücken hat sich dieses Projekt nicht wie Arbeit angefühlt. Mit Menschen sprechen, zuhören, ihre Geschichten erzählen und sie positionieren, macht ungemein Spaß. Wenn ich Ihnen helfen kann, Ihre Geschichten zu erzählen oder Sie zu positionieren, freue ich mich über eine Nachricht.


Wie schön, dass du das Gefühl „Arminia Bielefeld“ durch die Welt trägst.
Danke, Caro! Wortwörtlich durch die Welt.