Trips right, 42 blast, on two!

Über mehrere Jahre hinweg konnte ich im Profisport unterschiedliche Trainer, Manager oder Spieler begleiten und mir ein Bild davon machen wie sie Führung, Motivation und Teamgeist interpretieren. In der Wirtschaft lese ich oft bemühte Vergleiche, was Unternehmen vom Profisport lernen können. Dabei ist Klarheit der entscheidende Faktor.

Denn neben Technik, Talent und Fitness entscheidet die Fähigkeit, unter Druck schnelle und richtige Entscheidungen zu treffen über Erfolg und Misserfolg. Es braucht einen klaren Plan mit eingängiger Kommunikation. Dafür steht der Huddle im American Football wie keine zweite Spielsituation.  Achten Sie am kommenden Sonntag beim Super Bowl zwischen den Seattle Seahawks und den New England Patriots auf den Mannschaftskreis der Offensive, in dessen Mitte der Quarterback seinen Mitspielern Anweisungen erteilt. Nichts lässt sich so gut auf unternehmerisches Wirken übertragen als das was im Huddle passiert. Es leitet mich in meiner Arbeit mit meinen Kunden.


1. Eine gemeinsame Vision als Orientierung

Jedes Team hat eine Vision wie es Football spielen will. Nach ihr besetzen die Manager und Coaches die Positionen. Setzen sie eher auf Pass- oder Laufspiel? Welche Eigenschaften braucht es auf welchen Positionen? Die Antworten münden in einen umfassenden Gameplan. In der Huddle geht es nicht darum, diese Vision zu erklären oder sich auf sie einzuschwören. Das passiert vor dem Spiel. In der Huddle geht es darum, die Vision durch eindeutige Anweisungen in eine konkrete Strategie zu übersetzen.

2. Strategie wird wirksam, wenn jeder seine Aufgabe kennt

Strategie klingt oft wie etwas Abstraktes. Wer hat sie je gesehen? Was bedeutet sie? Über Strategie zu sprechen, wirkt schnell verkopft. Oft wissen Mitarbeitende nicht, wie sie die Strategie in ihren Arbeitsalltag übersetzen können. Je mehr Abteilungen oder Mitarbeitende beteiligt sind, desto komplizierter kann es werden.

Ein Spielzug im Football ist nur dann erfolgreich, wenn alle 11 Spieler exakt wissen, was sie zu tun haben. Von Position zu Position sind die Aufgaben sehr unterschiedlich – aber sie alle leisten einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der Vision. In der Huddle werden die Aufgaben durch den Quarterback verteilt: Wohin laufen die Passempfänger? Wen sollen die Tackles blocken? Bekommt der Running Back den Ball oder täuscht er die Annahme nur vor? Das ist die Strategie.

3. Klare, einfache Kommunikation

Die Königsdisziplin. Stadionlärm, Zeitdruck, Adrenalin – der Quarterback muss seine Ansage des nächsten Spielzuges klar und einfach kommunizieren. Er muss präzise, verständlich und umsetzbar kommunizieren. Nach einem einzigen Satz müssen 11 Spieler ihre Aufgabe kennen. Ohne eine klare, unkomplizierte Kommunikation, ist die beste Strategie wertlos.

In meiner Arbeit achte ich vor allem darauf, dass Storyline und Kernbotschaften verstanden, richtig platziert werden und wirken!

4. Freiraum für Exzellenz und Talent

Vision, Strategie und Aufgabenstellung müssen Freiraum für eine individuelle Ausführung lassen. Der Quarterback schafft Klarheit, aber jeder der 11 Spieler im Football darf seine Aufgabe individuell interpretieren und seine Potentiale entfalten. So entstehen im Sport besondere Momente und in Unternehmen neue Kreativität.

5. „Break!“ – Agil bleiben

Mit dem Kommando „Break!“ löst sich der Huddle auf. Jetzt zählen die Umsetzung und ein guter Blick für die Reaktion des Gegners. Ahnt die gegnerische Defense den bevorstehenden Spielzug, besteht noch die Chance einer Anpassung durch den Quarterback. Dafür muss er die Reaktion des Gegners gut lesen oder eine Anweisung der Coaches via Funk bekommen.

In diesem Moment löst sich Strategie nicht auf, aber in der Auslegung bleibt das Team agil und reagiert auf sein Umfeld. Das gilt auch für eine gute Unternehmensstrategie. In der heutigen VUCA-Welt, in der sich Rahmenbedingungen rasant ändern, kommt es auf Agilität an. Erfolgreich ist, wer seine Strategie anpassen kann, ohne seine Vision zu verlieren.


Sind die Leitlinien gesetzt, fallen agile Antworten leichter. Man kann sagen: Der Huddle leitet mich. Bevor ich ein Kommunikationskonzept aufstelle oder konkret berate, schaue ich auf die Vision und Strategie meiner Kunden oder erarbeite sie in einem gemeinsamen Workshop.

Erfolgsentscheidend sind eine gemeinsame Vision, eine konkrete Strategie durch klare Aufgabenverteilung und Raum für Kreativität.

Melden Sie sich gern, wenn Sie Ihren Huddle bauen wollen, ganz gleich ob im Sport, in Infrastrukturprojekten, B2B oder B2C. Natürlich können wir auch gemeinsam Kommandos wie “Trips right, 42 blast, on two!”  dekodieren…

Meine Vorgehensweise für Firmen, die ein Sponsoring anstreben, können Sie hier als OnePager herunterladen.

Außerdem begleite ich Einzelpersonen in Sport und Kultur mit meinem Programm „Next Chapter„, das ich ebenfalls für den Download bereitstelle.

PS: Den Super Bowl gewinnt mein Team, die Seattle Seahawks!

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